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schlingel

Dann sind wir wenigstens nicht alleine in unserer Enttäuschung. Das ist ja keine ordentliche Antwort, sondern nur eine Ausflucht mit dem Punkt, dass mich jemand im Alltag verstören hätte sollen, damit die Meinung gültig sei. Unsinn.

Die ganzen Spinner findet man allerdings sehr einfach, sogar auf der TU Wien. Man braucht sich nur mal mit den Studentenvertretungen beschäftigen. Ein Haifischbecken von linken Wadelbeissern, mit den absurdesten Forderungen und Thesen ...

Damit kam ich natürlich auch in Berührung - aber das ist ein anderes Thema.

Rand, Hicks, Peterson - und sehr viele andere - haben einfach ein Modell geliefert, dass sehr treffend beschreibt wie sich ein Teil der Intellektuellen benimmt und welche Konsequenzen das hat. Dass dies zutrifft, ändert zwar nichts an Rands Illusionen bzgl. Objektivismus, Hicks unwissenschaftlicher Arbeit oder Petersons Mischmasch aus allem was er für interessant hält, egal wieviel Substanz darin steckt oder nicht, allerdings gilt das auch umgekehrt! 

All das ändert nichts daran, dass eine Minderheit mit verqueren Werten und Denkmustern, zuerst den linken Mainstream massiv in seine Richtung gezogen hat und jetzt versucht mit institutionellen Mitteln dies in den gesamtgesellschaftlichen Mainstream zu tragen. Teilweise mit den absurdesten Blühten, wie zB. Body Positivity die groteske Adipositas in Schutz nimmt, Feministen die Vergewaltiger*innen in Schutz nehmen, etc. pp.

Die Gegenkritik der Liberalen beziehungsweise grob gesagt der Linken, ist ja selten, dass das völliger Unsinn sei, sondern viel mehr, dass es sich dabei um ein Randthema halte, das ja nur Studenten betreffe und es viel schwerwiegendere Probleme gäbe. Mit diesen faulen Ausreden kann man das Problem nicht verbergen oder gar diejenigen beruhigen die ihre Aufmerksamkeit auf diese Auswüchse gelenkt haben.

Ich habe mich direkt gefreut, als einer der Diskutanten im letzten Symptomatic Redness Podcasts gemeint hat, dass es die postmodernen Marxisten wie sie das IDW beschreibt tatsächlich gibt und man darüber (im Kontext der links-liberalen Vordenker) reden müsste. In dieser Beziehung war auch das Gespräch von Sam Harris mit Jonathan Haidt interessant, der die kopflose Panik der Konservativen bzw. grob gesagt Rechten herausstrich, allerdings dennoch auf die Gefahren hinwies. 

Denn was lt. diesen Diskussionen fehlt - und das ist auch eines von Petersons Steckenpferden - ist eine Möglichkeit zu bestimmen wo linke Denkmuster ins Absurde oder gar Totalitäre abdriften.

All das hängt eben auch damit zusammen, dass eine Wiener Gender-Studies-Professorin meint, sie müsse nicht wissenschaftlich arbeiten da es ja sowieso nur von Machtstrukturen gelenkte und damit subjektive bzw. nicht objektive Wissenschaften gäbe und zu allem Überfluss diese idiotische Haltung an ihre Studenten weitergibt.

Allerdings muss ich anmerken, dass Peterson natürlich auf Rands Definition des Witch Doctors zutrifft - wie jeder Intellektuelle der kein Objektivist im rand'schen Geschmackssinne ist. Das ist derart trivial, dass ich es nicht für nötig hielt anzumerken.

Inwieweit Petersons Argumente schädlich sind, ist Stoff für eine größere Debatte. Ich halte vor allem seinen apologetische Haltung zum Laissez Faire Kapitalismus für problematisch. Was mich überhaupt nicht schockt, ist seine Haltung zur Gesellschaft oder Familie. Die konservative Kernfamilie, integriert in die Gemeinschaft, die sich weder auf materiellem Wohlstand noch egalitäre Ideale gründet, scheint die stabilste, fruchtbarste und ironischerweise egalitärste Form der Lebensführung zu sein. Was mich persönlich selbst überrascht hat, als ich es hier gehört habe. Allerdings, muss ich anmerken, dass ich hier eine starke Bias habe, da ich genau so ein Lebensmodell für meine Familie und mich aufgebaut habe.

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Schweinderl