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schlingel

Du hast schon recht: Rechts und Links sind ein breites Spektrum.

Eine vernünftige Ergänzung zu dem links/rechts Spektrum ist noch die Antiautoritär/Autoritär-Achse. Im Falle von Österreich fällt die SPÖ klar auf die linke Seite, mit gleichzeitigem starken Hang zur autoritären, staatlich gestützen Verbots/Gebotskultur.

Zum Beweis muss man sich nur die ganzen klassischen Arbeiterthemen ansehen. Sozialstaat, Arbeitnehmerschutz, Asylrecht, etc. ist sehr stark ausgebaut. Allerdings fangen die SPÖler nicht viel mit einem starken Militär an. Letztes Mal haben sie versucht es von einer Volksarmee zu einer Mini-Armee mit ca. 50.000 Soldaten für Auslandseinsätze umzubauen.

Zum Glück wurde das durch eine Volksbefragung verhindert.

Aber auch beinharte Sozialisten mit Hang zum Anarchismus können sehr autoritär argumentieren. Mir hat zB. einmal ein Anhänger des sozialistischen Anarchismus ala Spanien in den 1930ern erklärt, dass Kapitalismus verboten, Reiche enteignet, Sozialstaat abgeschafft werden muss und zum Ausgleich jeder ein Stückchen Land zur Selbstversorgung bekommen solle.

Puncto Autorität, Mordlust und verblödeter Ideologie schenken sich rechts und links nichts. Der einzige echte Unterschied den ich erkennen kann ist, dass die "Linke" gerne international und die rechte eher "national" Identitäten bauen möchte.

Dein Verständnis von Links sei dir unbenommen - aber die größten idioten die mir im Reallife begegnet sind waren zur überwiegender Mehrheit links. Ein paar Nazi-Spinner von der FPÖ waren allerdings auch dabei.

Am besten versteh' ich mich mit wirtschaftlich sowie gesellschaftlich liberalen Personen. Allerdings neige ich auch zum Pragmatismus was mich in einigen Fragen "rechts" stehen lässt. Mit dem ganzen Sozi-Gebrabel fange ich mittlerweile auch nur noch sehr wenig an.

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Schweinderl