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schlingel

Was ich sehr, sehr beängstigend und bedenklich finde, ist, welches Bild sie von der Wissenschaft haben.

Es ist einer der wichtigen Beiträge der feministischen Wissenschaft, nachzuweisen, dass es keine objektive Wissenschaft gibt, sondern dass sie immer mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen verwoben ist.

Feministische Wissenschaften, haben den Anspruch zu zeigen, dass es keine objektive Wissenschaft gibt. Das ist natürlich im Angesicht von Naturwissenschaften wie Mathematik ein starkes Stück an Aussage ...

Schlimmer wird's aber mit diesen zwei Sätzen:

Die Kritik, dass Gender Studies Ideologie seien und keine objektive Wissenschaft, finde ich daher sehr naiv. Wissenschaft ist in diesem Sinne immer politisch.

Diese Aussage ist zumindestens grob fahrlässige Verallgemeinerung und schlimmsten Fall gezielte Falschinformation.

Wenn du durch Papers wie Memristor - The missing circuit element blätterst hast du harte, objektive Fakten. Da wird anhand von mathematischen Theoremen, die im Laufe der Arbeit bewiesen werden, gezeigt, dass es eine vierte Art Bauteil gibt die noch nicht existiert. Das ist objektiv wahr. Punkt.

Und dann kommt jemand daher, der meint Kontext und Inhalt wären nicht notwendig unterscheidbar weshalb solche Arbeiten im selben Sinne "ideologisch" bzw. "politisch" wie Gender-Studies wären.

Das bedeutet nichts anderes, dass sie einen politischen Kontext in dem Forschung geschieht mit politischen Inhalten im Kontext von Wissenschaft gleich setzen. Eine gefährliche Vereinfachung für die mir nur das Wort Schwachsinn einfälllt.

Mir kommt da das Speiben.

Das gilt übrigens im selben Ausmaß für die Wirtschaftswissenschaftler und andere Ideologiepropheten, die sich versuchen mit Statistiken zu rechtfertigen.

Subjektivität muss in der Wissenschaft eine Beleidigung für einen ehrlichen Wissenschaftler bleiben.

Tags: argument

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Schweinderl