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schlingel
Mir ist klar, dass sich alle die sich selbst ganz oder auch nur teilweise mit einem Tecnologiegläubigen identifizieren von diesem Textsplitter angegriffen fühlen.

Da ich mir auch nur 10 Sekunden Zeit genommen habe ihn zu schreiben wundert mich auch die Polemik oder der Sarkasmus von euch (@silenius u. @sofias) nicht.

Besser macht es das allerdings auch nicht. Morozov hat in seinem Buch "Click here, to save everything" schön und vor allem mit Referenzen (wenn auch mit beißend zynisch) dargelegt, dass es der ganzen "Vorwärts, vorwärts"-Startup-Kultur an einem mangelt: Reflexion.

Ich halte es da wie die Konstruktivisten und glaube auch, dass eine jede Erfindung auf den Menschen zurückfällt und ihn verändert. Warum den Ingenieuren und Tüftlern jetzt eine Generalabsolution erteilt werden soll nur weil sie von dem "wahren" Feind angeblich genötigt werden, verstehe ich nicht.

Das Silicon Valley ist ein Startup-Mekka. Die Jungunternehmer übertrumpfen sich bei Investment-Pitch-Veranstaltungen nicht aus einem politischen Zwang heraus, sondern weil sie ihre Ideen - egal wie fragwürdig - an die Leute bringen wollen.

Das bedeutet klarerweise nicht, dass man die großen Unternehmen nicht auch politisch angreifen muss. Patente wie das auf den tätowierbaren Lügendetektor von Google sind natürlich gute Beispiele warum das nötig ist.

Jedoch sind  es nicht nur die großen, es sind auch die sehr vielen Kleinen die hier aktiv und vor allem aus freien Stücken mitgestalten. 

@durchzug beschreibt es ja in seinem Post recht gut: Es geht nicht darum dass die mit "Gehirn" hinter die mit Waffen treten, es geht darum dass die Brains zumindest reflektieren was sie hier entwickeln.

Denn nicht alles was man kann, ist auch gut.


Tags: argument

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Schweinderl