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schlingel
Ach, das Predigen stört mich nicht. Ich wünschte jeder, der nicht meiner Meinung ist würde die seine in so höfflichem aber bestimmten Ton argumentieren.

Self tracking ist ja momentan ein großes Thema (siehe zB. hier oder hier) und es gibt viele, die das leidentschaftlich machen. Ich persönlich bin da nicht rein gekommen, mir wäre das zu mühsam und zugegeben, da wäre so eine Sensorik schon sehr praktisch.

Allerdings sehe ich bei diesem Ding mehrere Probleme:
  • Der "Träger" kann es nicht deaktivieren wann er möchte.
  • Das Auslesen passiert ohne explizite Zustimmung des Trägers.
  • In der Natur der Sache liegt auch, dass es nicht transparent ist welche Daten getracked werden.

Das wären alles keine Probleme, könnte man Konzernen vertrauen. Tue ich allerdings nicht.

Die Missbrauchmöglichkeiten sind leider relativ groß. Vor allem wenn man in die Versicherungswirtschaft hinüber lugt.

Dass Daten nichts furchterregendes sind ist relativ. Es gibt andere Gesellschaftsformen - allerdings sind mir da nur Urvölker bekannt - denen das Konzept von Privatsphäre vollends fremd ist.

Allerdings leben wir nicht in so einer Gesellschaft weswegen doch viele Menschen sich nach einer intimen Privatsphäre sehnen. Und das ist auch ihr gutes Recht.

ZB. letzten Sommer als der GIS Hack passierte, wurde klar, dass hier absolut unbekümmert mit Daten umgegangen wurde. GIS meldete das Datenleck erst nachdem ihnen ein Ultimatum gesetzt wurde - obwohl hier auch Bankdaten kopiert wurden.

Ich fühlte mich damals bestätigt. Und ich war ziemlich angepisst weil meine Daten auch enthalten waren. Worauf ich zum Anwalt lief (der mir nicht helfen konnte) und alle Ö. Parteien kontaktierte ob man das nicht als Anlass nehmen sollte, das aktuelle DSG zu ändern, denn es ist zu zahnlos.

Das Resultat war, dass ich nur hoffen kann, dass die EU ihre Novelle durch bekommt.

Aber wie immer bei solchen Diskussionen sollte man nicht vergessen, dass es wichtig ist was die nervenden, warnenden Stimmen bezwecken wollen: Einen reflektierten Zugang zum Thema.

Technologie aufhalten ist IMO unmöglich, Menschen darauf aufmerksam zu machen bewusst damit umzugehen allerdings nicht.

Tags: argument

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Schweinderl