Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.
schlingel
Im Moment steckt freie Software nach Stallman harte Schläge ein - im Vergleich zur aufblühenden Open Source Software.

Persönliche Freiheit, so wie es Stallman vorlebt und vor allem auch predigt, wird im Moment vom Smartphone-Markt in arge Bedrängnis gebracht.

iOS, Android (obwohl Open Source) und bald auch Windows 8 für Smart Phones sind darauf ausgelegt, den Benutzer in jeder Hinsicht zu überwachen und bringen von Haus aus eine Vielzahl an in's System integrierte Möglichkeiten mit nach Hause zu telefonieren. 
In der Hinsicht ist Kryptographie zwar eine Möglichkeit die Symptome des kulturellen Durchbruchs zu lindern allerdings ist es bereits zu spät - die akzeptierte Überwachung durch Privatunternehmen ist in der breiten Bevölkerung angekommen. 

Wie immer waren in der Hinsicht die Amerikaner schneller aber das mittlerweile die meisten Android-Geräten in Europa ungerooted fröhlich vor sich hin überwachen - und meins ist keine Ausnahme davon! - spricht dafür, dass die Leute kurzfristig auf alle Fälle das akzeptieren werden.

Wohlgemerkt, das ist ein kultureller Einschlag, kein technologischer. Kryptographie und die Möglichkeit sein System relativ sicher zu gestalten gibt es schon lang, es geht den Leuten nur am Arsch vorbei. 
Menschen sind viel weniger ideologisch gesteuert als Idealisten lieb wäre. Anwender und Konsumenten wollen nur angenehm das tun was sie tun wollten. 
Wenn Sie Musik sofort und in enormer Anzahl über einen Dienst wie Spotify bekommen, warum den Aufwand treiben einen Torrent für die Diskographie suchen? Den CDs hat ja der Mehraufwand das Genick gebrochen. So wie ich das sehe, war der überteuerte Preis nur für die Taschengeldbezieher ein Problem, jemand mit einem halbwegs vernünftigen Einkommen stört sich daran nicht. Allerdings die ganzen Nachteile die eine legal erworbene CD mit sich bringt ... Ironischerweise haben die Idioten der Plattenlabels diesen Effekt im verzweifelten Strampeln gegen die Veränderung nur noch beschleunigt durch CDs die nicht überall abspielbar sind, CDs deren Lieder man nur schwer auf seinen MP3-Player kriegt, etc. 
TL;DR: Rechte interessieren die breite Masse nicht, wenn eine Lösung gefunden wird die angenehmer ist als seinen P2P-Client zu starten wird die gewinnen. Das heißt noch lange nicht, dass die Rechte der Labels und Künstler dadurch ins Nirvana geschoben werden.

Was Rootkits angeht traue ich mich keine Vorhersage mache, da ich davon zu wenig Ahnung habe. Ich glaube aber, dass Unternehmen es so rechtlich schwer haben und deswegen wohl mehr nur auf die starke politische Lobbing-Arbeit setzen.

Was den Bundestrojaner angeht ist die Lage schwer einzuschätzen. Das ist im Anbetracht der deutschen Traumata mit Stasi und davor Gestapo ein Kuriosum was möglicherweise von der nächsten rot/grünen/linken Regierung abgesägt wird.  (Man bedenke, dass die Feuerwehr und Rettung ohne gerichtlichen Beschluss Telefone orten darf, die Polizei aber nicht und das wegen gemachter Erfahrungen.)

Zusammenfassung:
Schlupflöcher, Mupflöcher - Was einfacher und angenehmer funktioniert wird gewinnen, glaube ich, und nicht was "freier" ist.
Tags: argument

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl