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April 27 2017

schlingel

You mean you want less people to believe in evolution?

It's not about what I want, it's just what happens. The priests of my home town were in the last 20 years either from Croatia or Poland.

schlingel
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Reposted byTokei-Ihtotowser

April 26 2017

schlingel
I have a hard time believing that. The poles are even more conservative than the Austrians and they take their Catholicism way more serious. We have to import polish priests because there are to few Austrians doing it.
Reposted bynaich naich
schlingel

Yeah, right. And the nordic countries? Not much violence, not much touchy neither.

schlingel
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Reposted fromfungi fungi vianaich naich
schlingel
Die längste Zeit meines Lebens war ich mir sicher, politisch auf der richtigen Seite zu stehen. Als Schülerin demonstrierte ich gegen den Golfkrieg, während meines Psychologiestudiums probte ich mit Häftlingen ein Theaterstück. Als die Flüchtlinge nach Deutschland kamen, nahmen wir nächteweise junge Männer aus Syrien und Afghanistan auf. Ich war links. Und links zu sein hieß für mich, aufgeklärt, kritisch und tolerant zu sein. Es bedeutete, an Gleichheit und Solidarität zu glauben und Menschen nicht einfach sich selbst zu überlassen. Diese Haltung war für mich politische und emotionale Heimat zugleich. Doch seit einiger Zeit verliere ich mein Gefühl der Zugehörigkeit. Das linksliberale Milieu, aus dem ich stamme, befremdet mich mehr und mehr.

Es gibt diesen Text, den Bekannte von mir immer wieder auf Facebook teilen: "I want a dyke for president. I want a person with Aids for president and I want a fag for vice president." Zu Deutsch: "Ich will eine Lesbe als Präsidentin. Ich will einen Aids-Kranken als Präsidenten, und ich will einen Schwulen als Vizepräsidenten", und dann werden alle möglichen Minoritätenvertreter und Lebensverunglückte – darunter Transvestiten, Drogenabhängige und Kriminelle – als weitere Wunschkandidaten für das Präsidentenamt aufgezählt.

Der Text ist eigentlich ein Gedicht der lesbischen, feministischen Künstlerin Zoe Leonard. Und natürlich steckt dahinter ein emanzipatorischer Akt. Aber auf Facebook reichen einige meiner Bekannten das Gedicht nun wie ein politisches Manifest herum. Die Zugehörigkeit zu einer Randgruppe wird so zur Schlüsselqualifikation erhoben. Diese Sakralisierung von Diskriminierungserfahrungen ist unter Linken inzwischen verbreitet. Alle, die durch Herkunft oder Geschlecht Privilegien genießen, werden mit fast religiösem Eifer angehalten, Abbitte zu leisten. Freispruch dürfen nur diejenigen erwarten, die über Unterdrückungserlebnisse berichten können. So grotesk übersteigert, schreckt mich das ab.

Die Bekannten, die diesen Text auf Facebook gut finden, sind keine Eiferer und Geiferer, sondern nette Menschen, die mehrheitlich Rot und Grün wählen, abends gern noch Crémant auf dem Balkon trinken und, wenn’s irgendwie geht, das Fahrrad zur Arbeit nehmen. Sie unterzeichnen Petitionen gegen Trump, verschenken Carolin Emckes Buch Gegen den Hass, und ich verstehe sie immer weniger.

Neulich bei einem Abendessen hinter bodentiefen Fenstern mokierte sich eine Bekannte über all jene, die mit der EU nichts anfangen können. Sie selbst sei stolze Europäerin, und ihr Erasmus-Jahr, das sei einfach unvergesslich gewesen. Dass diese Art der europäischen Identitätsbildung einer Elite vorbehalten ist, fiel ihr gar nicht auf.

Diese gedankliche Enge versperrt auch den Blick auf die eigenen Widersprüche: Nationale Grenzen lehnt man zwar ab, aber die Grenzen rund um die eigene Komfortzone schätzt man umso mehr. Tatsächlich werden in meinem großstädtisch geprägten Bildungsbürgermilieu linksliberale Ansichten längst als die einzig wahre Form von Menschlichkeit gesehen. Besonders deutlich wird das in der Flüchtlingspolitik. Es gebe doch tatsächlich Menschen, die für eine Obergrenze seien!, rief ein Bekannter bei einem Brunch in die Runde. Und alle schüttelten den Kopf. Unvorstellbar! Ich schwieg. Ich wollte den Morgen nicht verderben. Denn manchmal, habe ich festgestellt, ist die Stimmung auch unter denen, die prinzipiell für Vielfalt sind, nur so lange gut, wie alle einer Meinung sind.

Aber eigentlich hätte ich sagen müssen, dass man Obergrenzen durchaus sinnvoll finden kann und deshalb noch lange nicht irre ist. Selbstverständlich darf man den unkontrollierten Zuzug im Jahr 2015 problematisch finden, ohne ein Unmensch zu sein. Und auch die Ansicht, dass kriminelle Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden sollten, ist absolut legitim.

Fluchtbewegungen werden das 21. Jahrhundert bestimmen. Wir müssen also zwangsläufig über Formen der Begrenzung sprechen. Genauso wie wir darüber reden müssen, was wir dazu beitragen können, dass das Leben anderswo lebenswerter wird. Aber was machen meine linken Bekannten? Sie ziehen sich auf eine primitiv binäre Wahrnehmungsstufe zurück, die nur noch Schwarz oder Weiß kennt. Vor Kurzem twitterte einer von ihnen: "Flüchtlingskrise, Flüchtlingsproblem, Flüchtlingsfrage – ersetze Flüchtling durch Jude, und dann sieht man ja, wo das hinführt."

Sobald ein Mensch linken Gesellschaftsentwürfen widerspricht, wird schnell diagnostiziert, er sei angstgesteuert. Als Gegenmittel wird die Konfrontation mit der Realität verordnet. Konservatives Denken, so die Botschaft, entsteht durch Lebensferne (der hat wohl noch nie einen Flüchtling getroffen), ist aber glücklicherweise heilbar (wird Zeit, dass er einen kennenlernt).

Mich hat gerade die Berührung mit der Wirklichkeit an meinen linken Theorien zweifeln lassen. Als ich mit Gefängnisinsassen monatelang ein Stück einstudierte, habe ich Menschen kennengelernt, die mir den Glauben an die unendlichen Möglichkeiten der Resozialisierung genommen haben. Und gerade einige unserer syrischen und afghanischen Übernachtungsgäste haben mir klargemacht, wie unglaublich schwierig ihre Integration werden dürfte. Sehr gut erinnere ich mich noch, wie erleichtert einer von ihnen reagierte, als er sich versichert hatte, dass ich keine Jüdin sei, und wie ein anderer irritiert war, dass auch mein Mann das Baby wickelt. Mitleid erregte die Tatsache, dass wir zwar drei Kinder haben, aber nur Töchter.

Der ultimative Test für meine linke Gesinnung war jedoch die Einschulung meiner ältesten Tochter. Wir hatten die Wahl zwischen mehreren Schulen. Auf der einen, nahe gelegenen, gibt es kaum Migranten. Die andere, etwas weiter weg, hat einen Migrantenanteil von rund 80 Prozent. Gelebte Vielfalt, dachte ich, heißt ja nicht nur, im türkischen Supermarkt einzukaufen, weil sich das so schön nach Urlaub anfühlt. Also ging ich zu der zweiten Schule und sprach mit der Direktorin. Als ich ihr Büro verließ, war gerade Pause. Ich stellte mich auf den Schulhof, bis die Glocke zur nächsten Stunde läutete. Ich kam wieder und schaute mir noch eine Pause an. Kaum ein Kind sprach Deutsch, die meisten Türkisch oder Arabisch. Der Ton war rau, der Umgang ruppig. Später hörte ich von Kindern mit Migrationshintergrund, die Kinder ohne Migrationshintergrund mobbten. Ich meldete meine Tochter auf der anderen Schule an.

Sie ist sehr glücklich dort. Mir hängt die Entscheidung nach. Kann ich mich noch links nennen, obwohl ich für meine Tochter Homogenität statt Vielfalt gewählt habe? Aber würden das nicht die meisten tun? Sind Konservative da nur ehrlicher? Und Linke zu wenig aufrichtig? Die Angst, rassistisch zu wirken, verstellt, finde ich, ihren Blick: Kinder mit Migrationshintergrund haben es schwer, aber manchmal machen sie es auch anderen schwer. Opfer sind Täter sind Opfer sind Täter. Nur wer diese Ambivalenz aushält, wird Lösungen finden.

Solche Überlegungen fallen mir nicht leicht, weil ich mir so sicher war, als politisch links stehend zu den Guten zu gehören. Insofern kommt es für mich einer Vertreibung aus dem politischen Paradies nahe, dass ich mich von dort entferne. Zugleich kann ich nichts dagegen tun. Progressiv, das ist so ein Adjektiv, das ich immer mit Linkssein verbunden habe. Heute erscheinen mir viele Linke in ihrer Realitätsverweigerung eher regressiv.

Anfang des Jahres traf ich eine alte Freundin auf der Straße wieder. Es war kalt, und wir sprachen nur kurz, aber sie empörte sich trotzdem sofort über die Kölner Silvesternacht und das racial profiling, das ihrer Meinung nach dort stattgefunden hatte. Meine Frage, wen die Polizisten denn hätten kontrollieren sollen, wenn nicht Männer, die den Tätern vom Vorjahr ähnelten, beantwortete sie nicht. Stattdessen sagte sie, dass die sexuellen Übergriffe damals doch nichts anderes als Oktoberfest-Grapschereien gewesen seien.

Diese Form von politischer Korrektheit ist für mich die linke Variante von Fake-News. Alles, was auch nur im Entferntesten mit dem Islam zu tun hat, ist im linksliberalen Milieu fast sakrosankt. Besonders deutlich wurde mir das bei der öffentlichen Vorstellung des Buches Inside Islam. Darin dokumentiert der ARD-Journalist Constantin Schreiber die Freitagspredigten, die er in 13 deutschen Moscheen gehört hat. Sein Fazit: hochpolitische Inhalte, Aufrufe zur Abgrenzung, antisemitische Hetze. Die Zuhörer, die zu der Präsentation in die Bibliothek des Verlages gekommen waren, reagierten irritiert: Ob er nicht befürchte, Applaus von den Falschen zu bekommen? Und ob er nicht in anderen Moscheen ganz andere Sachen gehört habe?

Mag sein. Aber man muss sich nur einmal vorstellen, was los gewesen wäre, wenn solche Äußerungen in irgendeiner Kirche in Deutschland gefallen wären. Sofort hätten alle, die sich links nennen, aufs Heftigste protestiert. Wo bleibt eigentlich der Aufschrei angesichts der Verfolgung von Frauen, Homosexuellen oder Christen in islamischen Ländern? Als Außenstehender dürfe man sich da kein Urteil anmaßen, das sei eben eine andere Kultur, höre ich dazu von einigen Linksliberalen. Damit sprechen sie einer ganzen Gruppe von Menschen aufgrund ihrer kulturellen Herkunft die Fähigkeit ab, sich aufgeklärt zu verhalten. Ist nicht genau das ein rechtes Denkmuster?

Vorbei auch die Zeiten, in denen sich Linke durch Diskussionsfreude auszeichneten. Als ein Zürcher Theater vor Kurzem eine Podiumsdiskussion anberaumte, an der – neben einem Mann von der SVP, der Schweizerischen Volkspartei, und zwei Personen vom linken Spektrum – auch ein AfD-Politiker teilnehmen sollte, protestierten Kulturschaffende so scharf, dass die Veranstaltung abgesagt wurde. Ich fragte einen Regisseur, den ich noch aus Studienzeiten kenne und der zu den Initiatoren des Protests gehörte, ob er denn nicht glaube, dass eine politische Auseinandersetzung mit der AfD nötig sei. Er habe sich schon in einem seiner Stücke intensiv mit der AfD auseinandergesetzt, antwortete er.

Wie er haben offenbar viele Linke das Selbstgespräch für sich entdeckt. Ist auch leichter, da widerspricht keiner. Und wer braucht schon Argumente, wenn er die Moral auf seiner Seite hat?

Wozu diese narzisstische Selbstüberhöhung führt, bekam ich neulich in Berlin mit. Im Mauerpark im Bezirk Prenzlauer Berg gibt es einen Abschnitt, in dem die Mitglieder des Mauergarten-Vereins ihre Hochbeete haben. Dort, unter vielen zugezogenen Bullerbü-goes-Berlin-Familien gärtnert auch ein älterer Herr aus der DDR. Er kümmert sich um den Komposthaufen des Vereins. Schneidet Küchenabfälle klein, kauft kiloweise Würmer der Firma Superwurm, setzt sie hinein, schippt um und belüftet. Er macht Führungen für Schüler aus dem Wedding, von denen viele noch nie eine Tomate an einem Strauch gesehen haben. Vor einigen Monaten dann forderte ein anderes Vereinsmitglied per Mail den Ausschluss dieses älteren Herrn, weil er in der AfD ist. "Entnazifizierung" stand in der Betreff-Zeile. Ich habe den Mann getroffen. Er ist kein Björn Höcke. Er hat auf seinem Hochbeet auch nie eine AfD-Flagge gehisst. Er hat einfach nur Zucchini angebaut.

Quelle
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When I finish a project sooner than expected


/* by kaiser77 */

schlingel
It's so sad to see a public science icon go down like that. This song is a horrible piece of work.
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schlingel
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April 25 2017

schlingel

He references a technical talk about the Proof of Space concept. You'll find it here: Combining Proof of Space and Proof of Time - BPASE'17

I'm still not convinced that he offers a more robust and overall better alternative to Ethereums Proof of Stake or Hyperledgers State Machine Replication

In the end it depends a lot on the use case. IMHO the approach of how smart contracts are handled in the systems is more interesting. But maybe he is onto something.

April 24 2017

schlingel
Please, please, please, please adapt to the language. There's an idomatic way of writing a program for every Language. C# is different than Java. Java is different than Javascript. etc. etc. etc.

Good sources for JS coding guidelines are Google and AirBnB.
schlingel

You can't switch them just off. We don't have the technology to replace them in a binary manner. Neither do we have the technology to build long range transportation which is competitive to trucks nor do we have the chemical engineering techniques to come up with products with the same traits as oil based chemicals.

That would cause massive starvation, collapse of many businesses and a brutal backslash to how people live or better survive.

But fostering a policy which introduces alternative energy sources as viable market solutions will drive them automatically and boost the distribution.

Try to think in solutions, not problems. Than the directions get more obvious and don't rely on an infantile friend/enemy schema - that'll burry you just in short sighted pseudo-solutions.

schlingel

See, that's the problem with breaking the narrativ. As soon as there's an actual argument, you become defensive and don't have any rational responses left. Which is a shame and lets you look like a idiot.

There are people out there who don't want to invest in alternative technologies. For whatever reason - be it morally or just the fact that they're currently getting superior technology with fossil fuels. (The only technology which comes close when we start talking about efficency and effectivness is nuclear power. But that waste is an ever bigger problem.)

That are fair points.

But that's not my stand point.

I think that it makes sense to give businesses in Europe and especially Austria a competetive advantage by subsiding clean technologies.

Be it in batteries, electric engines or alternative power sources. State subsidies for building up competive enterprises whith potential markets in China, India and Europe.

Building a real alternative instead of just switching off. The first one will make the world a better place, the latter one will lead to suffering and poverty.

For some reason I get the feeling that telling you that is completely unnecessary, as you already fail at the concept that not everybody who disagrees with you is a) wrong or b) evil.

April 23 2017

schlingel
No, most of them think that there is global warming but its consequences and costs are dramatically overstated and that abandoning fossil fuels for clean but not proven technology which is far behind what fossil fuels can do, will hurt the state and economy in the long run.
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Society is fragile ecosystem: Free Speech, Immigration, Islam - Douglas Murray in Stockholm 2016

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schlingel


This Illustration Is Filled With Secrets And It Gets More Creepy The More You Look At It

Grab your magnifying glasses and put your thinking hats on, because boy, do we have a mystery for you! Just hours ago, a drawing went viral online, which at first glance seems like a depiction of an ordinary diner in the 40s or 50s. But if you look closer, you’ll see that there’s nothing normal about this image whatsoever…

You’ve probably spotted the skull emerging from the coffee cup already, but that’s only the tip of it. If you focus further into the diner, you’ll see all kinds of crazy stuff happening all around. From mysterious tentacles to a blind person enjoying his morning newspaper.

What does it all mean? We have no idea, except that the illustrator behind it is Jeff Lee Johnson, who drew the image for “Fantasy Flight Games’ The Investigators of Arkham Horror, Tales of Adventure and Madness” rulebook.

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schlingel
Spannend war, dass ihm auch Rassismus wegen dieses Tweets vorgeworfen wurde. Da sieht man, welche Automatismen da völlig ohne jegliche Reflexion am Werk sind in diesen Shitstorms.
schlingel
Wow, those legs look really unhealthy.
schlingel
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schlingel
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Schweinderl